Kontakt

Juni 2024 – Schiefe Zähne, krankes Zahnfleisch?

Wie Zahnfehlstellungen und Parodontitis zusammenhängen. Mehr »

Juni 2024 – Schiefe Zähne, krankes Zahn­fleisch?

Die Parodontitis (früher als „Parodontose“ bezeichnet) ist eine chronische bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates, die bei Erwachsenen heute der Hauptgrund für Zahnverlust ist. Darüber hinaus kann eine Parodontitis die allgemeine Gesundheit beeinträchtigen.

Ursache der Parodontitis sind bakterielle Zahnbeläge, insbesondere in den Zahnzwischenräumen und am bzw. unterhalb des Zahnfleischrandes. Daraus ergibt sich auch: Zahnfehlstellungen können die Entstehung einer Parodontitis begünstigen. Denn wenn Zähne schief stehen, gekippt oder verschachtelt sind, sind oft typische „Schmutznischen“ vorhanden, die schwierig zu reinigen sind. Hier können sich bakterielle Beläge besonders leicht sammeln, über längere Zeit festsetzen und somit eine Entzündung auslösen.

Entsprechend werden bei der zahnärztlichen Kontrolle oft gerade im Bereich von Zahnfehlstellungen tiefere Zahnfleischtaschentiefen gemessen als an anderen Stellen – ein Indiz für entzündliche Vorgänge bzw. eine Parodontitis.

Was also tun bei Zahnfehlstellungen?

  • Die tägliche Zahnpflege ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme gegen Parodontitis. Verwenden Sie dazu zusätzliche Hilfsmittel wie Zahnseide und/oder Interdentalbürsten und reinigen Sie dort, wo Zähne schief stehen oder verschachtelt sind, besonders sorgfältig.
  • Ergänzend dazu sollte die regelmäßige professionelle Zahnreinigung erfolgen. Dabei werden bakterielle Beläge (sowie äußere Verfärbungen und Zahnstein) auch an schwer zugänglichen Stellen gründlich entfernt.
  • Gegebenenfalls sollte über eine kieferorthopädische Behandlung nachgedacht werden, vor allem bei stärkeren Zahnfehlstellungen. „Gerade“, ebenmäßig angeordnete Zähne haben für das Gebiss viele Vorteile in Bezug auf Ästhetik und Funktion. Eine Zahnkorrektur ist in jedem Alter möglich, oft sogar mit unauffälligen Methoden.

 

Zur nächsten News dieses Monats: Mundbakterien: Freund oder Feind?